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Damit der Eisbär nicht ertrinkt
Umweltprojekt in der Grundschule Ehrentrup stimmt Zweitklässler nachdenklich.
Drei Stunden kann ein Eisbär im Meer schwimmen. Wenn er dann kein festes Eis mehr unter die Pfoten bekommt, um sich auszuruhen, muss er ertrinken. Die Kinder der Klasse zwei der Grundschule wollen das verhindern. Wie das gehen kann, zeigte ihnen gestern Modjgan Bidardel vom Verein "Deutsche Umwelt-Aktion". Sie war in der Grundschule Ehrentrup zu Gast, um Lösungen im Kampf gegen die Klimaerwärmung aufzuzeigen. Zum Schluss war allen Kindern klar: das kann nur funktionieren, wenn alle kräftig Energie sparen - in der Schule genauso wie zu Hause. In der Doppelstunde vermittelte Modjgan Bidardel anschaulich, welche Auswirkungen die Schicht aus Treibhausgasen auf die Erde hat. Mit einer Taschenlampe simulierte sie die Strahlung der Sonne. Bei der Weltkugel, die in einer Plastikhülle steckte, steigt die Temperatur immer stärker an, weil die Wärme nicht heraus kann. Wenn die Temperatur auf der Erde steigt, geht es den Eisbären sehr schlecht, es gibt Überschwemmungen und vieles mehr. Anhand eines Rollenspiels spielten die Schüler die Auswirkungen nach. Die Schüler verkleideten sich als Eisbär, Sonne und Eisschollen, ihre Hände bildeten die Schicht aus Treibhausgasen. Anschließend prüften die Zweitklässler, was im Klassenraum alles falsch gemacht wird. Sie malten und schnitten mehrere Eisbärsticker aus, die sie an Gegenstände klebten, wo etwas im Argen liegt. DAbei stellten sie sich Fragen wie, ist das Fenster gekippt, obwohl die Heizung an ist? Tropft der Wasserhahn? Ist das Licht an, obwohl die Sonne scheint? Steht der CD-Spieler auf Standby? Den größten Teil der Sticker nahmen die Schüler allerdings mit nach Hause. Auch dort wird nicht immer alles richtig gemacht.
Text entnommen aus der Lippischen Landeszeitung vom 18.05.2010, S. 13. |